Mut zur Entscheidung – verfasst von Matthias Golinski –
Genauso, wie die junge Wettkämpferin sich heute
überlegen muss, ob sie ihren Schwerpunkt auf Kata oder doch
lieber aufs Kumite legen möchte, so sollten sich alle Karateka
einmal kurz überlegen, was sie denn momentan durch ihr Training erreichen
möchten. Zweifellos ändern sich die Bedürfnisse während eines Karatelebens mehrmals und das ist auch gut so. Es ist ja ganz normal, dass jemand mit fünfzehn ganz andere Anforderungen ans Karate stellt, als jemand mit fünfunddreißig oder fünfzig. Das meiste davon kann Karate erfüllen, wenn man denn, wie gesagt, weiß, was man möchte. Ebenso, wie eine Entscheidung nach den Zielen erfolgen muss, so ist sie auch bei den körperlichen Gegebenheiten nötig. Es ist doch sinnlos, wenn ein Mitt-Fünfziger immer noch nach den Jôdan-Fußtechniken oder hohen Sprüngen eines Neunzehnjährigen strebt. Verstehen Sie mich bitte hier nicht falsch. Ich sage nicht, dass nicht jeder nach dem Optimum seiner Möglichkeiten streben soll. Dies ist für mich ein bedeutender Aspekt des Karate und das Thema dieses Artikels ist es ja eben, diese optimale Kombination zwischen Zielen und Möglichkeiten zu erreichen. Aber die Ziele müssen realistisch sein. Auch der Wunsch nach der perfekten Technik sollte sich, meiner Ansicht nach, immer auf die eigenen Chancen beziehen. Karate bietet uns heute eine Menge Gestaltungsmöglichkeiten.
Nutzen Sie diese und gestalten Sie Ihr Karate aktiv nach Ihren
Wünschen. Denn zu guter Letzt muss den Weg ein jeder selbst gehen.
„Ein Spezialist ist jemand, der immer mehr von
immer weniger versteht.“
© Matthias Golinski, 2003-2004 Erstveröffentlichung: 10. Juli 2003 Sämtliche Abbildungen auf dieser Homepage entstammen
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